125 Jahre Teisinger Schule: 1897 -2022

Ein kurzer geschichtlicher Abriss:

Vor 1802 gab es in Bayern nur Klosterschulen für Begabte. Der Besuch war freiwillig.

König Max I. führte 1802 in Bayern die allgemeine Schulpflicht ein. In den Städten und auf dem Land wurden Schulhäuser gebaut. Es entstanden die Volksschulen.

Die Gemeinde Teising gehörte in ihrem ganzen Umfang zur Schule Tüßlings. Die Schule war in einem Nebengebäude des Schlosses Tüßling untergebracht.

Das Tüßlinger Schulhaus wurde schließlich zu klein.

Statt einem Neubau in Heiligenstatt zuzustimmen, gründeten Teising und Oberholzhausen 1893 einen Schulbezirk.

Man kaufte dem Bauern Michael Bachmeier eine Wiese von ½ Tagwerk Größe (circa 1704 m²) für 300 Mark ab.

Der Bauplan für das Schulgebäude wurde am 20. Dezember 1895 genehmigt. 1896 begannen die Bauarbeiten. Die Kosten wurden auf 16000 Mark berechnet.

Die Teisinger Bürger trugen jedoch durch Schenkung von Holz und eigene Arbeiten so viel zum Bau bei, dass das Schulhaus nur etwa 9000 Mark kostete.

Am 1. Mai 1897 fand die Eröffnung des Teisinger Schulhauses statt.

Es besaß nur ein Schulzimmer und eine Dienstwohnung.

Nach der Eröffnung der Schule unterrichtete Johann Leiderer als 1. Lehrer in Teising.

Ihm folgte Johann Braun, der einzügig die Jahrgänge 1 bis 7 mit 62 Schülern unterrichtete.

Unverändert stand die Schule -62 Jahre lang- bis zum Jahr 1959.

Im Laufe der Jahre schwankte die Anzahl der Teisinger Kinder, so dass ab 1950 ein Zimmer der Dienstwohnung als Schulsaal verwendet wurde.

1959/60 wurde das Gebäude modernisiert und erweitert.

Die Kosten betrugen 150000 DM.

1968/69 erfolgte der zweite Erweiterungsbau. Er umfasste nun vier Schulsäle, ein Lehrerzimmer, die erforderlichen sanitären Anlagen und einen Turnsaal im Kellergeschoß, der auch als Aula nutzbar war.

1997, genau 100 Jahre nach der Eröffnung, wurde die Schule wiederum um drei Klassenzimmer erweitert.

 

Quelle: „Bei uns dahoam“

Teisinger Erinnerungen zur 1275-Jahr-Feier

Heimatbund Tüßling e.V.

 

Geiger Verlag